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Kaeng ho, trocken gebratenes Curry mit Glasnudeln aus Nordthailand

Kaeng ho, trocken gebratenes Curry aus Nordthailand mit Glasnudeln und Hangley-Curry-Paste.
Kaeng ho, trocken gebratenes Curry mit Glasnudeln aus Nordthailand.

Kaeng ho, ein trocken gebratenes Curry mit besonderen Eigenschaften

Kaeng ho ist ein trocken gebratenes Curry aus Nordthailand, das außerhalb seiner Herkunftsregion noch wenig bekannt ist. Ursprünglich wurde Kaeng ho aus Resten verschiedener Currys zubereitet. Heute wird es strukturierter gekocht, mit frischen Zutaten und einer für Nordthailand typischen Curry-Paste, der Hangley-Curry-Paste, die ursprünglich aus Myanmar stammt. Diese Paste verleiht dem Gericht ein sehr ausgeprägtes aromatisches Profil.


Ein weiteres Merkmal, das Kaeng ho von vielen anderen Gerichten der thailändischen Küche unterscheidet, ist die direkte Verwendung von Glasnudeln im Curry. Während die meisten Currys mit Reis serviert oder gelegentlich von Nudeln begleitet werden, sind die Glasnudeln hier fester Bestandteil des Gerichts. In Kombination mit einer Vielzahl von Gemüsesorten entsteht ein vollständiges Gericht, das die nordthailändische Küche widerspiegelt, die für ihre pflanzliche Vielfalt bekannt ist.


Durch seine Zubereitungsweise teilt Kaeng ho eine gemeinsame technische Basis mit anderen trocken gebratenen Currys, bringt jedoch eine sehr spezifische regionale Tradition zum Ausdruck. Es eignet sich daher hervorragend, um die Küche Nordthailands über ihre bekanntesten Spezialitäten hinaus kennenzulernen.


Gebratenes Curry mit Glasnudeln – Kaeng ho – แกงโฮะ

Für zwei Personen


Zutaten

  • 2 Esslöffel Öl

  • 2 Esslöffel Hangley-Curry-Paste

  • 200 g Schweine-, Hühner- oder Rindfleisch, dünn geschnitten

  • 50 g Bambussprossen in Salzlake

  • 20 g Schlangenbohnen, geschnitten

  • 20 g Erbsen-Auberginen

  • 20 g Maiskörner oder Babymais, geschnitten

  • 1 thailändische Aubergine, geschnitten

  • 10 g Zitronengras

  • Vogelaugen-Chilis, in Scheiben geschnitten, nach Belieben

  • 200 g frische Glasnudeln (oder 70 g getrocknete Glasnudeln, 10 Minuten in Wasser eingeweicht)

  • 2 Esslöffel Kokosnussmilch

  • 2 Esslöffel Wasser

  • 2 Prisen Salz


Hangley-Curry-Paste

  • 5 bis 10 getrocknete Cayennepfeffer, entstielt und entkernt, 5 Minuten eingeweicht und abgetropft

  • 10 g Zitronengras, gehackt

  • 10 g Galgant, gehackt

  • 10 g Schalotten

  • 15 g Knoblauch

  • 1 Esslöffel Hangley-Currypulver (ersatzweise Massala-Pulver)

  • 1 Teelöffel Garnelenpaste


Die Zutaten in der folgenden Reihenfolge zerstoßen

  1. Zuerst die Cayennepfeffer.

  2. Danach die harten Zutaten, nämlich Zitronengras und Galgant.

  3. Anschließend die weichen Zutaten, nämlich Schalotten und Knoblauch.

  4. Zum Schluss das Currypulver und die Garnelenpaste hinzufügen.


Zubereitung

  1. Das Öl in einem Wok oder einer großen Pfanne erhitzen. Die Hangley-Curry-Paste, das Fleisch und die Bambussprossen in Salzlake hinzufügen und anbraten, bis die Mischung trocken wirkt und die Curry-Paste das Fleisch vollständig umhüllt.

  2. Die restlichen Zutaten außer den Kräutern hinzufügen. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren braten, damit das Gemüse gleichmäßig gart.

  3. Die Glasnudeln zugeben, anschließend Kokosnussmilch und Wasser hinzufügen. Weitergaren, bis die Glasnudeln weich sind und die gesamte Flüssigkeit aufgenommen wurde. Das Gericht soll trocken bleiben und keine Soße enthalten.

  4. Abschmecken und bei Bedarf mit Salz nachwürzen. Frühlingszwiebel und Koriander unterheben, kurz vermengen und in eine Servierschale geben.


Weiterführende Hinweise

Kaeng ho lässt sich gut mit anderen nordthailändischen Spezialitäten vergleichen, insbesondere mit Khao Soi, einem der wenigen weiteren thailändischen Currys, die Nudeln enthalten, jedoch einer völlig anderen kulinarischen Logik folgen.


Dieses Gericht ermöglicht außerdem eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Hangley-Curry-Paste, die für diese Region typisch ist. Sie wird auch im Hangley-Curry selbst verwendet und bietet eine ergänzende Perspektive auf diese aromatische Basis.


Darüber hinaus gehört Kaeng ho zur Familie der trocken gebratenen Currys, neben Gerichten wie dem südthailändischen Khua Kling oder beispielsweise gebratenem Huhn mit Curry und Kräutern aus der Zentralebene. Der Vergleich dieser Gerichte zeigt, wie eine ähnliche Kochtechnik je nach Region sehr unterschiedliche Ausprägungen annehmen kann.


Dieses Rezept stammt aus dem Buch Rezepte aus dem Norden Thailands. Die verwendeten Techniken werden außerdem in unseren privaten Kochkursen auf Koh Samui vermittelt, in denen regionale Küchen Thailands praxisnah entdeckt werden.


Rezepte aus dem Norden
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